ROAS berechnen - Anleitung

ROAS berechnen – Definition und Bedeutung fürs Online-Marketing

Nicht selten schwirren Begriffe wie ROI und ROAS durch die Gegend. Wer noch neu im (Online-)Marketing ist, kann davon schnell verwirrt werden. Deshalb möchte ich in diesem Artikel einen leicht verständlichen Überblick geben. Denn so schwer ist das Ganze nicht. ROAS berechnen – Definition und Bedeutung fürs Online-Marketing.

ROAS berechnen? Starten wir mit dem ROI

Ich höre schon jemanden fragen: „Was zur Hölle ist ROI?“ Kurz gesagt steht ROI ganz einfach für Return on Investment, aber für die Marketing-Fans unter uns gibt’s auch die schicke Abkürzung ROMI, also Return on Marketing Invest. Da die englischen Begriffe auch auf Deutsch verständlich sind, werden sie meist gar nicht mehr übersetzt.

Falls ihr jetzt denkt, „Kapitalrendite“ klingt irgendwie vertrauter, bingo! Genau darum geht’s, aber im Marketing-Slang hat sich ROI einfach durchgesetzt – weil es vielleicht auch etwas cooler klingt. Also, lasst uns keine Zeit verschwenden und direkt eintauchen in die Welt des ROI, um zu checken, warum dieser Begriff das A und O in euren Marketing-Strategien sein sollte.

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ROI berechnen – das steckt hinter der Kennzahl

ROI ist euer finanzieller Spürhund. Stellt euch vor, ihr habt reichlich Geld in eure Werbekampagnen gesteckt. Jetzt wollt ihr wissen: „Hat sich das Ganze überhaupt gelohnt?“ Genau hier kommt der ROI ins Spiel und zeigt euch, wie viel Action ihr für euer Geld bekommen habt. Der ROI ist euer finanzieller Kompass, der euch durch den Dschungel der Werbeausgaben navigiert.

ROI oder im Dunkeln Dart spielen…

Ob ihr jetzt gerade euren Online-Shop hochzieht oder den Social-Media-Auftritt eures Startups aufbaut – ohne den ROI zu checken, ist das, als würdet ihr im Dunkeln Dart spielen. Ihr müsst wissen, was eure Investitionen wirklich bringen, ob sie euch dem Ziel näherbringen oder ob ihr nur Geld verbrennt. Der ROI ist dabei euer rockstar-mäßiges Tool, das euch zeigt, ob und wie eure Werbekampagnen abliefern.

ROI berechnen – Keine Angst vor Mathe!

Jetzt mal Butter bei die Fische: Wie kriegt ihr den ROI raus? Ganz easy! Nehmt den Gewinn, den ihr durch die Werbung reingeholt habt, teilt ihn durch die Kosten, die ihr reingegeckt habt, und voilà – da habt ihr euren ROI. Keine Sorge, ihr müsst nicht zurück zur Schulbank. Es gibt online genug ROI-Rechner, die euch die Arbeit abnehmen.

Warum der ROI so wichtig im Marketing ist

Der ROI lässt euch nicht im Stich. Er zeigt euch klipp und klar, welche Werbekanäle Gold wert sind und wo ihr nur Sand siebt. Ohne den ROI zu kennen, könntet ihr genauso gut euer Budget in den Wind schießen. Aber mit dem ROI an eurer Seite wisst ihr genau, wo euer Geld am besten investiert ist.

ROI vs. ROMI vs. ROAS vs. ACOS vs…. K.O.?

Wie oben erwähnt, steht ROMI für den Return auf die Marketinginvestitionen. Manchmal werden ROI und ROMI ähnlich verwendet, der ROMI sollte aber eigentlich nicht auf die gesamten, sondern – wie der Name sagt – nur die Marketinginvestitionen betrachten.

Wir können aber auch noch näher heranzoomen, um die Effizienz des Marketings auf Kampagnen- oder Plattformebene zu zeigen. Um diese genauere Betrachtung zu ermöglichen, gibt es den ROAS und den ACOS, die wir im Folgenden vorstellen.

Ja, sorry, die Begriffe können verwirrend sein, aber am Ende blicken wir durch – versprochen.

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ROAS berechnen – Definition und Bedeutung im Überblick

Return on Ad Spend, kurz ROAS steht schlichtweg für Return on Ad Spend. Der ROAS gibt an, wie viel Umsatz mit einer bestimmten – vor allem digitalen – Anzeige oder Kampagne erzielt werden konnte.

Dieses kleine Wunderwerk der Marketing-Mathematik gilt als Ticket, um zu checken, ob eine Werbekampagne wirklich das bringt, was ihr euch erhofft – oder ob ihr noch ein wenig am Marketing-Rad drehen müsst.

Definition und Bedeutung von ROAS

ROAS steht für die Einnahmen, die ihr für jeden ausgegebenen Euro in Werbung wieder reinholt. Klingt simpel, ist aber ein echter Gamechanger, um zu sehen, ob eure digitale Werbung wirklich abgeht oder eher ein Flop ist.

ROAS berechnen – auch ein Kinderspiel

Die Formel für ROAS könnte nicht einfacher sein: Teilt einfach das Geld, das ihr durch die Kampagne reingeholt habt, durch die Summe, die ihr für die Kampagne ausgegeben habt. Voilà, da habt ihr euren ROAS.

Hier mal einige Zahlenbeispiele:

  • Stellt euch vor, ihr habt 1.000 Euro in eine Google Ads-Kampagne gesteckt und dadurch Verkäufe im Wert von 5.000 Euro generiert. Eure Rechnung für den ROAS sieht dann so aus: 5.000 Euro (Einnahmen) / 1.000 Euro (Ausgaben) = 5. Das bedeutet, für jeden Euro, den ihr in die Kampagne investiert habt, habt ihr 5 Euro zurückbekommen. Ein ziemlich guter Deal, oder?
  • Aber warten wir mal, nicht jede Kampagne ist ein Volltreffer. Nehmen wir an, ihr habt die gleiche Summe in eine Social-Media-Kampagne gesteckt, aber dieses Mal nur 800 Euro an Verkäufen erzielt. Eure ROAS-Berechnung sieht dann so aus: 800 Euro / 1.000 Euro = 0,8. Für jeden investierten Euro habt ihr also nur 80 Cent zurückbekommen – ein Hinweis darauf, dass ihr eure Strategie überdenken solltet.
  • Noch ein Beispiel? Ihr lasst es krachen und investiert 2.500 Euro in eine groß angelegte Ads-Kampagne, die euch am Ende 12.000 Euro einbringt. Euer ROAS? 12.000 Euro / 2.500 Euro = 4,8. Nicht schlecht, denn ihr macht fast das Fünffache eurer Investition wieder wett.

Darum ist es wichtig, den ROAS zu checken

Diese Beispiele zeigen, wie einfach es ist, den ROAS zu berechnen und warum es so wichtig ist, diesen Wert im Auge zu behalten. Denn am Ende des Tages zeigt er euch, welche Kampagnen ihr feiern könnt und bei welchen ihr vielleicht noch mal an den Start gehen müsst.

ROAS gibt euch einen direkten Einblick, ob eure Werbekampagne ein Volltreffer ist oder ob ihr euer Geld auch gleich aus dem Fenster werfen könntet. Es ist ein super Frühindikator, der euch zeigt, ob es sich lohnt, in eine Kampagne weiter zu investieren.

ROAS vs. ROI vs. ROMI: Was ist der Unterschied?

Während ROAS sich auf die direkte Auswirkung eurer Werbeausgaben auf den Umsatz konzentriert, nimmt der ROI (Return on Investment) eine breitere Perspektive ein und berücksichtigt mehr als nur die direkten Werbeausgaben.

Der ROMI betrachtet die Rentabilität der gesamten Marketingausgaben. Im Vergleich dazu sollte der ROAS sich wirklich nur auf die (digitalen) Anzeigen konzentrieren und nicht noch weitere Marketingkosten einbeziehen.

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ACOS und ROAS berechnen – zwei Seiten einer Medaille

ROAS und ACOS (Advertising Cost of Sale) sind zwei Seiten derselben Medaille. Während ROAS euch zeigt, wie viel Umsatz ihr pro ausgegebenem Werbe-Geld macht, gibt euch ACOS den Prozentsatz der Werbekosten im Verhältnis zum Umsatz an.

Schauen wir uns das auch noch kurz anhand konkreter Zahlen an:

Beispiel einer erfolgreichen Werbekampagne

  • Werbekosten: 1.000 Euro
  • Generierter Umsatz: 5.000 Euro

ROAS berechnen

  • Umsatz geteilt durch Werbekosten = 5.000 Euro / 1.000 Euro = 5
  • ROAS: Für jeden Euro Werbekosten wurden 5 Euro Umsatz generiert.

ACOS berechnen

  • Werbekosten geteilt durch Umsatz, multipliziert mit 100 = (1.000 Euro / 5.000 Euro) * 100 = 20%
  • ACOS: 20% des Umsatzes wurden für Werbekosten aufgewendet.

Beispiel einer weniger erfolgreiche Werbekampagne

  • Werbekosten: 1.000 Euro
  • Generierter Umsatz: 2.000 Euro

ROAS berechnen

  • Umsatz geteilt durch Werbekosten = 2.000 Euro / 1.000 Euro = 2
  • ROAS: Für jeden Euro Werbekosten wurden 2 Euro Umsatz generiert.

ACOS berechnen

  • Werbekosten geteilt durch Umsatz, multipliziert mit 100 = (1.000 Euro / 2.000 Euro) * 100 = 50%
  • ACOS: 50% des Umsatzes wurden für Werbekosten aufgewendet.

Der ROAS zeigt euch also, wie viele Euro ihr für jeden investierten Euro in Werbung zurückerhaltet. Ein höherer Wert ist besser, da er eine effizientere Werbekampagne bedeutet.

Der besonders im Kontext von Amazon-Werbekampagnen wichtige ACOS gibt an, welcher Prozentsatz eures Umsatzes für die Werbung ausgegeben wurde. Ein niedrigerer Wert ist hier besser, da er auf eine höhere Effizienz eurer Werbeausgaben hindeutet.

ROAS berechnen und optimieren – auf zur nächsten Stufe!

Falls euer ROAS nicht da ist, wo ihr ihn haben wollt, keine Panik! Oft reicht es schon, eure Strategie ein bisschen zu justieren, um die Zahlen nach oben zu treiben. Ads-Plattformen bietet eine Menge Tools und Services, die dabei helfen, eure Kampagnen zu optimieren und den ROAS zu verbessern.

Ich würde allen (künftigen) Marketers empfehlen, den ROAS als enger Freund im digitalen Marketing zu verstehen. Mit den richtigen Insights und ein wenig Tüftelei könnt ihr eure Werbekampagnen auf das nächste Level heben und sehen, wie die Umsätze hochgehen.

Keep it digital, euer Paul 

Artikelbild: Dall-E

Über den Autor/die Autorin
Paul ist erfahrener Marketing- und Agenturprofi. Er liebt alles Digitale und schreibt auf Online-Durchstarter.de über Trends zwischen Kultur, Technik und Ads. Dabei mag er es, komplizierte Dinge möglichst einfach zu erklären.

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